Chlamydia trachomatis.

»Schützen Sie sich, Ihren Partner und Ihr (zukünftiges) Baby.«

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Chlamydien? Nie gehört. Noch seltener gefühlt!

Sie sind vermutlich nicht die einzige Frau, die noch nie etwas von Chlamydien gehört hat. Viel schlimmer ist, dass die meisten Frauen gar nicht merken, wenn sie sich mit der Krankheit infiziert haben.

Und genau das ist das Heimtückische an dieser Bakterienart: Die Erkrankung macht sich in den wenigsten Fällen bemerkbar. Deshalb kann sich das Bakterium auch munter weiter ausbreiten: In Deutschland infizieren sich jedes Jahr 300.000 Menschen. Besonders häufig stecken sich junge Frauen an, etwa jede 10. Frau unter 25 ist betroffen. Das ist besonders tragisch, da Chlamydien im schlimmsten Fall unfruchtbar machen können.

Die Chlamydieninfektion gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten, die in Deutschland am häufigsten vorkommt.

 

Sie merken nichts. Aber Ihr Körper merkt sich alles.

Leider ist die Chlamydieninfektion nicht so unauffällig, wie sie sich anfühlt. Eine unentdeckte und unbehandelte Erkrankung kann schwere Folgen haben. Chronische Unterbauchbeschwerden, die Neigung zu Bauchhöhlenschwangerschaften und sogar Unfruchtbarkeit sind mögliche Auswirkungen.

Viele Frauen erfahren erst Jahre später, dass sie erkrankt waren. Nämlich dann, wenn sie schwanger werden möchten und der Wunsch nach einem eigenen Kind nicht in Erfüllung geht. Dann ist der Zeitpunkt für eine erfolgreiche Behandlung jedoch bereits verstrichen. Soweit muss es nicht kommen: Schützen Sie sich frühzeitig.

 

Betroffen sind alle Organe, die für eine Schwangerschaft wichtig sind.

Chlamydien sind Bakterien, die sich in menschlichen Körperzellen einnisten und dort vermehren. Die Chlamydieninfektion beginnt meist im Gebärmutterhals oder in der Harnröhre. Dann kann sie sich in der Gebärmutterhöhle ausbreiten, die Eileiter hinaufsteigen und die Eierstöcke infizieren. Eine mögliche Folge ist die Verklebung der Eileiter, so dass der Weg der Eizellen in die Gebärmutter versperrt ist. Mögliche Symptome sind: Eitriger Ausfluss, Juckreiz und Brennen während des Wasserlassens sowie Fieber und Bauchschmerzen.

Bei Männern ist die Entzündung der Harnröhre am häufigsten; das Wasserlassen fällt schwer, obwohl ein starker Harndrang besteht. Zusätzlich können Nebenhoden und Prostata betroffen sein.

Aber meist verläuft die Infektion sowohl bei Männern als auch bei Frauen ohne Beschwerden, was sie so heimtückisch macht!

 

Chlamydien in der Schwangerschaft

Sind Sie bereits schwanger, ist die Diagnosestellung besonders wichtig. Deshalb ist die Untersuchung auch Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge.

Ein vorzeitiger Blasensprung oder eine Frühgeburt können durch eine Chlamydieninfektion ausgelöst werden. Unter der Geburt können Chlamydien auf das Baby übertragen werden und bei diesem eine Entzündung der Bindehaut oder sogar der Lunge auslösen.

 

Schützen Sie sich doppelt: Mit Test und Kondom.

Wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten gilt: Schutz bietet nur geschützter Verkehr mit Kondom. Da Chlamydien so weit verbreitet sind, ist auch die Ansteckungsgefahr bei ungeschütztem Verkehr sehr hoch. Kurz: Anstecken kann sich jede und jeder, auch Menschen, die keinen häufigen Partnerwechsel haben.

 

Eine Infektion ist nicht peinlich. Sondern gut behandelbar.

Wenn Ihre Chlamydien rechtzeitig bemerkt wurden, gibt es keinen Grund zur Sorge. Sie behandeln das Bakterium mit einem Antibiotikum und in den allermeisten Fällen bleibt die Krankheit folgenlos. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Partner auch therapiert wird, damit Sie sich bei ihm nicht wieder anstecken. Verwenden Sie während der Behandlungsphase ein Kondom. Besonders wichtig ist, dass Ihre Erkrankung so schnell wie möglich festgestellt wird. Nur wer sich schnell behandeln lässt, ist heilbar.

 

Gehen Sie kein Risiko ein – vor allem wenn die Krankenkasse es Ihnen abnimmt.

Jede Frau sollte sich einmal im Jahr auf Chlamydien testen lassen. Da die Chlamydien sehr schwer anzüchtbar sind, werden heute molekulargenetische Verfahren (PCR-Methode) verwendet, um das Erbgut des Erregers nachweisen zu können. Bis zum 25. Lebensjahr wird diese Untersuchung von der Kasse bezahlt. Der Test kann wahlweise mit einer Urinprobe oder einem Abstrich durchgeführt werden. Beide Varianten sind bei akuten Infektionen sehr zuverlässig und das Ergebnis liegt in wenigen Tagen vor. Bei chronischen Verläufen ist die Diagnose oft nur durch eine Blutanalyse (Antikörper) zu stellen. Am besten besprechen Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt, was für Sie am sinnvollsten ist.

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